Der Goldberg Vulkan

oder besser: Was davon noch übrig ist!

Der Goldberg, 1,5 km nordöstlich von Ormont ist ein Vulkan der vor etwa 10 bis 11.000 Jahren in zwei Eruptionen entstand.
Erst wurde ein großer Aschenkegel gebildet. Nach einer nicht allzu langen Ruhepause begann die zweite Eruptionsphase, die zunächst mit einer starken Explosion die Kuppe des alten Aschenkegels sprengte. Es wurde dann wiederum ein Aschenkegel auf den übriggebliebenen Resten aufgebaut, bis nach einer gewissen Zeit die Tätigkeit erlosch.
Der Vulkan entstand auf einer Hochfläche der tertiären Peneplaine in rund 610 m Höhe und war ursprünglich erheblich höher als die 649 Meter, die er vor dem Abbau aufwies.
Ebenso war seine Ausdehnung, besonders nach Westen wesentlich größer. Die Täler waren bei weitem nicht so eingeschnitten wie heute. Im Gegensatz zu den meisten Vulkanen besteht der Goldberg nicht aus Lava sonder aus Tuff. Diese Besonderheit ist charakteristisch für Vulkane an der Peripherie eines Gebietes.
Der Goldberg ist der westlichste Punkt des quartären Eifeler Vulkangebietes, welches sich auf einer Breite von 12 km und einer Länge von gut 50 km von Bad Bertrich bis nach Ormont erstreckt.
Im Tuff finden wir Lapilli, Augitkristalle, Olivin, Feldspat, Hyalittropfen und Biotittafeln. Von diesen Biotittafeln, im Volksmund Katzengold genannt, hat der Berg und wahrscheinlich auch der Ort seinen Namen.
1958 wurde am Nordhang des Goldberges ein tiefer gewölbter Stollen mit fertigen und halbfertigen Mühlsteinen entdeckt. Die Mühlsteine aus hartem Lavabasalt wurden in den Lohmühlen der Gerbereizentren Prüm, Neuerburg, SanktVith, Malmedy und Stavelot verwendet.
Seit Ende des 19. Jahrhunderts wird der Goldberg abgebaut. Der Sand (Tuff) ist ein idealer Untergrund beim Straßenbau.
Nach dem 2. Weltkrieg erklärte die Bezirksregierung Trier den Goldberg zum Naturdenkmal.
Unverständlicherweise machte man diese Entscheidung schon kurz darauf wieder rückgängig. (Text by kulturdb.de)

Hier findet ihr den Goldberg Vulkan auf der Karte

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