Der Rauscherpark

Aus dem Vulkankomplex Wannengruppe floss vor ca. 200.000 Jahren in mehreren Teilströmen glutflüssige Lava aus. Ein bis zu 15 Meter mächtiger Lavastrom verfüllte das Nettetal; er floss dem Nettetal folgend etwa 5 Kilometer nach Norden bis in die Gegend des heutigen Orts Miesenheim. Die Nette hat sich in den folgenden Jahrtausenden am Westrand des erkalteten Lavastroms ein neues Bett gegraben. Da bei Plaidt der Weg durch einen Höhenzug versperrt war, wurde sie nach Osten hin abgelenkt und gezwungen, sich durch den Lavastrom zu sägen. An dieser Stelle des Nettedurchbruchs befindet sich heute der Rauscherpark.

Die Basaltlava im Bereich des Rauscherparks wurde von der Römerzeit über das Mittelalter bis in die Neuzeit abgebaut. An beiden Ufern sind die Abbauspuren heute noch zu finden. Durch das Wasser war das Gesteinsvorkommen gut zu erreichen und erleichterte den Abtransport. Die Abbautätigkeit fand jedoch nur in geringem Ausmaß statt und ist nicht mit der Steinbruchtätigkeit beispielsweise rund um den Bellerberg-Vulkankomplex zu vergleichen.

Die Wasserkraft wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts genutzt. 1910 entstand im Rauscherpark das erste Wasserkraftwerk der Pellenz.

Der Rauscherpark ist landschaftlich ein besonderes reizvoller Abschnitt des Nettetals. Über mächtige Basaltblöcke rauscht hier das Wasser in Kaskaden über den einzigen natürlichen Wasserfall der Nette. Mit ihrer Papierproduktion war die Noldensmühle vom beginnenden 19 Jahrhundert bis in die 1970er Jahren einer der größten Arbeitsgeber in Plaidt. Als sich für die 1967 stillgelegten Fabrikgebäude Noldensmühle keine andere Verwendungsmöglichkeit fanden und diese immer mehr zu verfallen drohte, fasste die Gemeindeverwaltung den Entschluss, alles zu versuchen, um an diese prädestinierter Stelle die vielfach als verschandelt verschrienen Pellenzlandschaft grundlegen zu verschönern. Ein Landschaftspark sollte her. Nach langen Verhandlungen mit der ehemaligen Papierfabrik, erwarb die Gemeinde am 27. September 1973 das eigentliche Fabrikgelände in Größe von vier Hektar für 450.000 Mark. Der Nettepark erstreckt sich heute vom Pellenz-Freibad bis zu den Heselen. In mehreren arbeitsreichen Abschnitten konnte das Ziel erreicht werden. Der Ausbau von Spazierwegen, Überbrückungen der Nette, Anpflanzungen von rund 10.000 Bäumen und Sträuchern waren Stationen zu diese so wichtigen Erholungsgebiet.

Quellenangabe: Text wikipedia de & vulkanregion laacher see de
Die genaue Lage des Rauscherparks findest du hier.

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