Spinnweb-Hauswurz im Mühlenfrieden

(C) Fotos by Majo Stein

Wer nicht stets jedes Hälmchen gleich rausrupft und alles Grün – was nicht ungefährt nach einem englischen Greenfield GF 120 Zierrasen ausschaut – gleich platt macht, der wird vielleicht das große Glück haben, irgendwo an einer alten Steinmauer (soweit im Garten irgendwo vorhanden) einen kleinen Spinnweb-Hauswurz zu finden.

Diese wundervolle Pflanze (u. a.) entwickelt sich nun schon seit Jahren prächtig an einer Steinmauer in unserem Garten und es ist jedes Jahr ein Fest, sie endlich blühen zu sehen… nicht nur für die zahlreichen Hummelchen und anderen Insekten, die sich an ihr laben. Sie braucht im Grunde genommen null Aufmerksamkeit, schenkt aber im Gegenzug jede Menge Freude.

Die Spinnweb Hauswurz glänzt mit immergrünen Blattrosetten. Diese zeigen sich bei dieser Sorte in einer einmaligen Optik. Sie sehen aus, als ob sie von silbrigen Spinnennetzen überzogen seien. Doch die kleinen Tierchen haben damit nichts zu tun. Bei dem ungewöhnlichen Schmuck handelt es sich um feine Härchen, die Weben gleichen. Es ist ein wunderbares Schauspiel, wenn sich Tautropfen in den Rosetten der (bot.) Sempervivum arachnoideum verfangen. Sie glitzern auf der Spinnweb Hauswurz und die Wette und verleihen der kleinen Staude ein unnachahmliches Äußeres. Die einzelnen spitzovalen Blätter der Spinnweb Hauswurz wachsen rosettenartig und sind das ganze Jahr wirkungsvoll. Die fleischigen Blätter stehen dicht zusammen und nehmen eine ästhetische Symmetrie an. Durch den engen und gedrungenen Wuchs ist die Staude in der Lage das Verdunsten größtmöglich zu begrenzen. Durch die sukkulente Eigenschaft der Blätter speichert Sempervivum arachnoideum Wasser und übersteht regenlose Zeiten ohne Probleme. Die Blätter präsentieren sich grün und nehmen rückseitig und an den Spitzen einen bräunlichen Rotton an. Neben den einmalig behaarten Rosetten begeistert die schöne Spinnweb Hauswurz mit ihren wundervollen Blüten. Die ersten rosa Knospen zeigen sich ab Juni. Bis in den Juli hinein entfalten sich die Blüten sternförmig und zeigen prächtige rosarote Blütenblätter. In der Mitte präsentieren sie auffällige Staubfäden und Stempel. Wie kleine Kunstwerke der Natur erheben sie sich über dem rosettenartigen Polster der niedrigen Staude.

Das Aussehen mag extravagant wirken, doch die Spinnweb-Hauswurz ist ausgesprochen robust. Sie verträgt trockene Böden ausgezeichnet und der Gärtner achtet auf eine ausreichende Drainage. Denn Staunässe verträgt Sempervivum arachnoideum nicht. Nährstoffarme und gut durchlässige Böden sind ideal für das Gewächs. Derart empfiehlt sich die Spinnweb Hauswurz für karge Standorte wie Mauerkronen und präsentiert sich selbst in engen Mauerritzen apart. Begrünt der Gärtner mit der Staude Dächer, ergeben sich einmalige Bilder wenn Regentropfen in den Weben der Rosetten schillern. In Steingärten ist die Pflanze ein vertrauter Anblick und bringt immergrüne Akzente zwischen die Steine. Bei der Wahl des Standortes ist zu bedenken, dass diese Hauswurz-Art sonnige Plätze bevorzugt. Im Schatten entwickelt sich ihr Wuchs nicht optimal und die Spinnweb Hauswurz verliert ihr faszinierendes Aussehen. Die Pflanze wächst dem Licht entgegen und nimmt einen langgestreckten Wuchs an. Auch reagiert sie auf mangelndes Sonnenlicht mit dem Ausbleiben von Blüten. Auf einer sonnigen Terrasse oder einem lichten Balkon ziert die hübsche Spinnweb Hauswurz Pflanzkübel und Töpfe. Auch in dieser Kultur ist auf ein mageres und nicht zu feuchtes Substrat zu achten. Es empfiehlt sich, Anteile von Kies und Sand unter ungedüngte Pflanzerde zu mischen und auf einen guten Abzug des Wassers aus den Gefäßen zu achten. Steht sie erhöht neben einem Sitzplatz, sind der Sempervivum arachnoideum aufmerksame Blicke sicher. Der Gärtner erfreut sich an der Struktur der Blattrosetten und den webenartigen Härchen. Als Pflanzpartner im Steingarten oder auf Mauerkronen bieten sich beispielsweise Fetthenne, Katzenpfötchen oder niedrig wachsende Thymiane an. Auch Steinbrech harmoniert ausgezeichnet mit dieser Spinnweb-Hauswurz. Ist genügend Erdreich vorhanden, pflanzt der Gärtner niedrige Gräser in die Nähe der Staude und nimmt mit ihnen die Weben-Struktur der Rosetten bildlich auf. In jedem Fall erzeugt er mit der Spinnweb Hauswurz einmalige Arrangements, von denen eine ganz eigene Faszination ausgeht.

(kursiver Text by Baumschule Horstmann… dort kann man diese wundervolle Pflanze auch käuflich erwerben)

Related Post

Gefällt Dir dieser Beitrag, oder möchtest Du ihn kommentieren... hier kannst Du ein paar Worte hinterlassen.

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies, indem du auf Übernehmen im Banner klickst.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das:

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen