Spießbraten mit Nudelsalat

Dieser Klassiker fehlte – neben den klassischen Getränken aus jener Zeit – in den Achtzigern auf keiner anständigen Feier oder Fete.
In fast jedem Haushalt gab es diesen portablen Grillofen, in dem wahlweise Hähnchen oder eben ein Braten, an einem sich drehenden Spieß, gegrillt werden konnten.
Bei diesem hier vorgestellten Gericht geht es aber in erster Linie nicht so sehr um den sehr schmackhaften und wunderbar gewürzten Spießbraten, sondern viel mehr um das Rezept des Nudelsalates, das quasi von Generation zu Generation in unserem Haus weitergegeben wird.
Einfach weil es so sensationell gut ist und einen hohen Suchtfaktor in sich birgt.

Vorweg!
Einige Dinge werden dem geneigten Nachkoch vielleicht etwas befremdlich vorkommen… so zum Beispiel die acht hart gekochten Eier. Aber wer schon hier zuckt und meint es täten auch 2 Eier, oder anstatt der klassischen Fleischwurst wäre auch irgendeine Putenwurst gut, der möge bitte die Finger von diesem Rezept lassen!
Solchen Frevel würde ich als direkten Angriff auf meine Familie werten! 😉

Noch eins… oder Vorweg 2!
Wer nicht gerne schnippelt… will heißen alle Zutaten wirklich sehr klein schneidet – denn das ist von entscheidender geschmacklicher Wichtigkeit – der sollte ebenfalls bitte die Finger von diesem Rezept lassen!

Und Vorweg 3!
Alle Zutaten (auch die aus Gläsern und Packungen) sollten natürlich die bestmögliche Qualität haben. So sollte die Fleischwurst möglichst nicht aus irgendeiner Kühltheke im Supermarkt gegriffen werden, sondern tunlichst vom Metzger des Vertrauens stammen.

Was braucht es also für diesen überaus köstlichen Nudelsalat (reichlich für mehrere Personen)?

200g Gabelspaghetti, 1/2 Ring Fleischwurst, 2 Gläser Champignons 1. Wahl, 4 – 5 kleine saure Gurken, 8 hart gekochte Eier, 1 halbe Packung Erbsen (tiefgefroren), 1 kleines Glas Mayonnaise (oder eine schnelle Mayonnaise selbst zusammenrühren), 300g Naturjoghurt, Schnittlauch, Salz, Pfeffer, Gurkenwasser, Maggi

Was getan werden muss!

  1. Alle Zutaten (Fleischwurst, Gürkchen, Champignons wirklich sehr klein schnippeln, bzw. in kleinste Würfelchen schneiden, gleich in eine ausreichende große Schüssel geben und schon mal etwas vermengen
  2. Die 8 gekochten Eier am besten mit einem Eierschneider (oder Eierharfe) über kreuz schneiden und ebenfalls in die Schüssel geben
  3. Die halbe Packung gefrorene Erbsen in die Schüssel geben
  4. Alles nochmals schön unterheben und vermengen
  5. Jetzt wird die Soße aus einem 1/2 bis 3/4 Glas Mayonnaise (od. gleiche Menge selbst hergestellter Mayo) und dem Naturjoghurt zusammengerührt, mit Pfeffer, Salz, etwas Gurkenwasser und Maggi abgeschmeckt. Der in Röllchen geschnittene Schnittlauch wird untergehoben und das Ganze über die Zutaten in der Schüssel gegeben und gut vermengt. Der Nudelsalat sollte nun etwas schlotzig sein.
  6. Ist das alles gemacht, wird die Schüssel verschlossen und für (mindestens) ein gutes Stündchen in den Kühlschrank gestellt. Damit bekommt der Nudelsalat die Chance, gut durchzuziehen.
  7. Vor dem Servieren sollte der Nudelsalat früh genug wieder aus dem Kühlschrank genommen und nochmals abgeschmeckt werden. Hier kommen ggf. wieder das Gurkenwasser, die Maggi-Würze und vielleicht nochmal etwas Salz/ Pfeffer ins Spiel.

    Natürlich wissen wir “Eingeweihte” genau wie dieser Nudelsalat schmecken muss… keine Frage.
    Aber auch der Nachkocher wird sicherlich ein Gespür dafür entwickeln, wie er schmecken müsste.
    Selbst wenn hier nicht exakt abgeschmeckt, sich aber ansonsten genau an das Rezept gehalten wird, sollte dieser Salat vorzüglich schmecken!
    Vorausgesetzt natürlich… man mag Nudelsalat!

Der Spießbraten

Den Spießbraten haben wir in der Metzgerei unseres Vertrauen vorbereiten lassen und dann für gut 1 1/2 Stunden im besagten Grillofen bei 180 – 200°C am Spieß gegrillt. Die Kerntemperatur sollte am Schluss idealerweise so bei 75°C liegen (nicht wie auf dem Foto zu sehen bei 77°).

Dazu passt traditionell ein kühles Glas Bier.

N Guten!

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