Em Derfje: Burschenverein Wollendorf

Der BV 1807 Wollendorf ist der zweite Feldkirchener Burschenverein der hier vorgestellt wird und dem ich zugehör(t)e.
Aus diesem Grund werde ich mich in den nächsten (BV) Beiträgen etwas ausführlicher mit meinem alten Verein beschäftigen.
Es wird ein paar Fotos geben und wenn ich das mit youtube hinbekomme, einen Film (oder zumindest Teile davon) vom Burschenfest 1997.

Guggemoamoa.

Gehen wir’s also an, ich freue mich auf einen kleinen Rückblick.

Der Burschenverein 1807 Wollendorf ist der zweitälteste der Feldkirchener Burschenvereine… hier seine Entstehungsgeschichte.

Am 12. Juli 1806 ließ der Kaiser Napoleon den Rheinbund gründen und das Fürstentum Wied dem Herzog von Nassau unterstellen.
Die etwa 20 jungen Männer in Wollendorf, die damit ungefragt Nassauer geworden waren, gründeten kurze Zeit später, 1807, den Burschenverein, zuerst wohl Zunft genannt.
In einer Notzeit geboren, behauptet er sich mittlerweile über 200 Jahre. Soweit reichen die Statuten und Unterlagen zurück.
Das Geburtsjahr liegt also in einer Zeit, wo über die deutschen Lande, insbesondere auch über unserem Heimatgebiet, die Brandfackel der fremdländischen Unterdrückung hell loderte. Dies mag pathetisch klingen, doch erinnern wir uns an Napoleon und seinen Siegeszug durch Deutschland.
Aus dieser Zeit stammt auch der Aufruf des Stadtkommandanten von Berlin: Ruhe ist die erste Bürgerpflicht
Nicht so die Burschen des Dorfes.

Sie schlossen sich zusammen, um den Schutz der Bevölkerung zu übernehmen.

Sinn und Zweck dieses Zusammenschlusses wurde von einem edlen Gedanken bestimmt und dieser wurde auch in der Folgezeit noch aufrechterhalten.
Durch die guten Erfahrungen, die auf kameradschaftlichem Gebiet gemacht wurden, blieb der Verein weiter bestehen, obwohl die Zeitepoche Besserungen für die Heimatbevölkerung brachte.
Die Aufgabe der Burschen bestand jetzt darin, sich einem neuen Gebiet zuzuwenden.

Der Burschenverein 1807 Wollendorf zur Zeit, als ich (stehend, 2 v. l.) aktiv dabei war. Zwei von den zu sehenden Burschen leben leider schon nicht mehr. Jedoch…

„Wollendorfer Bosche sinn die Beste!“

Das Beitragsfoto wurde der „Boschezäidung zomm Boschefest 2002“ entnommen. Es wurde an der heutigen Karl-Marx-Str. 24 aufgenommen (s. Lausibar Abenteuerkarte).
Ich glaube auf dem Foto „de Dackel“ (also em Dackel säine Vadder) zu erkennen… ich kann mich aber auch täuschen.

UPDATE: Ich finde es ja richtig super, wenn Mütter über ein Pad und Internet verfügen, den Beitrag lesen und gleich via whatsapp die Namen durchreichen können.
DANKE Modder! 🙂

Also zunächst… ich hatte recht mit „em Dackel säine Vadder“.

Von links nach rechts im Bild sind zu sehen (für Einheimische/ Wissende):
„De Ruhmann, de Dackel, Kuhl’s Heinz, et Schnissje unn de Nibbergalls Kurti

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